Im ersten Quartal 2025 stiegen Volumen und Wert der EU-Bekleidungsimporte im Jahresvergleich um mehr als 20 %.
Nach einem jahrelangen Rückgang stieg der Stückpreis der EU-Bekleidungsimporte im März stark an, um 8,7 % im Jahresvergleich in Euro und 7,8 % im Jahresvergleich in US-Dollar. Der Hauptgrund für diese Änderung war der Anstieg des Stückpreises chinesischer Kleidung.
Obwohl die Einfuhren chinesischer Kleidung in die EU im Jahresvergleich leicht um 1,2 % zurückgingen, stieg der Importwert im Jahresvergleich um fast 25 %, da der Stückpreis chinesischer Kleidung im Jahresvergleich in US-Dollar um 20,9 % und in Euro im Jahresvergleich um 26,3 % stieg. Im Gegensatz dazu stieg der Stückpreis für Kleidung aus Bangladesch in US-Dollar nur um 7,7 %, während der Stückpreis in anderen Regionen leicht sank.
Aufgrund der hohen Zölle der Vereinigten Staaten auf chinesische Kleidung kam der starke Anstieg des Stückpreises chinesischer Kleidung für den Markt völlig unerwartet. Angesichts der rückläufigen Verkäufe auf dem US-Markt verlagerten chinesische Exporteure ihr überschüssiges Angebot in die EU, sodass die Preise wahrscheinlich sinken würden. Diese Verschiebung könnte Bedenken hinsichtlich Handelsverzerrungen auf dem EU-Markt auslösen. Wenn sich dieser Trend deutlich in den Daten für April und Mai widerspiegelt, könnte die EU erwägen, Schutzmaßnahmen wie die Einführung von Zöllen oder anderen Handelsschutzmaßnahmen zu ergreifen, um EU-Produzenten zu unterstützen. (Hinweis: Die EU bereitet derzeit die Einführung von Beschränkungen durch das „Anti-Zwangsarbeitsgesetz“ und die Besteuerung von Kleinpaketen vor.)




